Atmung, Zungenlage und Mundfunktion haben einen großen Einfluss auf die gesamte Entwicklung, von der Nahrungsaufnahme über die Sprachentwicklung bis hin zu Schlaf, Haltung und Konzentration.
Wenn diese Funktionen nicht optimal zusammenspielen, kann sich dies in vielen unterschiedlichen Bereichen zeigen.
Von einer orofazialen Dysfunktion spricht man, wenn das Zusammenspiel von Lippen, Zunge, Kiefer und Atmung nicht physiologisch funktioniert.
Das kann sich zeigen durch:
überwiegende Mundatmung
fehlenden oder erschwerten Lippenschluss
falsche Zungenruhelage (z. B. vorne zwischen den Zähnen)
auffälliges Schluckmuster (Zungenvorstoß)
vermehrtes Lippenlecken
undeutliche Aussprache
Eine nicht physiologische Mundfunktion kann langfristig verschiedene Bereiche beeinflussen:
Zahnfehlstellungen (z. B. offener Biss)
Probleme bei der Aussprache (z. B. Sigmatismus)
Schnarchen oder unruhiger Schlaf
verminderte Konzentration durch eingeschränkte Atmung
wiederkehrende Infekte im HNO-Bereich
wichtig: Häufig werden nur die Symptome behandelt, die Ursache bleibt bestehen.
Die Nasenatmung ist die physiologische Form der Atmung und hat eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung.
Sie unterstützt:
die Filterung und Befeuchtung der Luft
eine stabile Zungenruhelage am Gaumen
die Kieferentwicklung
einen ruhigen und erholsamen Schlaf
Eine dauerhafte Mundatmung kann diese Prozesse deutlich beeinträchtigen.
In der Therapie geht es nicht nur um einzelne Übungen, sondern um das Wiederherstellen einer funktionellen Einheit.
Ich arbeite mit:
gezielter Förderung von Lippenschluss und Zungenruhelage
Aufbau einer stabilen Nasenatmung
Verbesserung von Muskelspannung und Koordination
alltagsnahen Übungen zur Integration
individueller Anleitung für Kinder und Erwachsene
Kinder mit Auffälligkeiten in der Aussprache
Kinder mit offenem Mund oder Mundatmung
Patient:innen mit Zahnfehlstellungen
Jugendliche und Erwachsene mit myofunktionellen Problemen
begleitend vor, während oder nach kieferorthopädischer Behandlung
Mundfunktion steht immer im Zusammenhang mit dem gesamten Körper.
Daher berücksichtige ich:
Körperhaltung und Muskelspannung
frühkindliche Entwicklung und Reflexe
Atmung und Schlaf
individuelle Gewohnheiten im Alltag
Sie haben den Eindruck, dass Sie oder Ihr Kind häufig durch den Mund atmet oder Auffälligkeiten im Mundbereich zeigt?
Gerne unterstütze ich Sie dabei, die Ursachen zu erkennen und gezielt zu begleiten.
Freude am Sprechen!